In Kürze
Nicht Diversity-Panel, sondern Main-Stage: Event-Verantwortliche scheitern 2026 oft bei der Suche nach jungen Female Speakerinnen, weil sie im veralteten Agentur-Trichter stecken. Zeit für eine Sourcing-Methodik, die echte Vorbilder findet und die Generationenbrücke schlägt.
Wichtige Erkenntnisse
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Der Agentur-Filter: Klassische Agenturen pushen Altbekanntes. Für authentische Gen-Z-Stimmen müssen Eventmanager:innen neu sourcen.
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Fachbühne statt Alibi: Auf deutschen Konferenzen sind nur 16 Prozent Frauen. Junge Frauen gehören auf die Main-Stage, nicht in Nischen.
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Generationenbrücke: Eine exzellente Speakerin entlarvt Klischees mit Daten und übersetzt strukturelle Shifts in klare Strategien.
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Gen-Z-Erwartungen: Mitgestaltung ist Pflicht. Interaktive Formate schlagen Frontalmonologe und aktivieren junge Talente im Publikum.
Der Agentur-Trichter 2026: Warum das alte System junge Stimmen filtert
Wer für Konferenzen im Jahr 2026 nach frischen Impulsen sucht, landet fast automatisch im klassischen Agentur-Trichter. Doch hier wartet eine herbe Enttäuschung. Traditionelle Redneragenturen sind keine neutralen Suchmaschinen, sondern sie vermitteln bevorzugt Personen aus ihrem eigenen, festen Netzwerk[1]. Das bedeutet für Veranstalter:innen: Sie bekommen oft nicht die beste Besetzung für ein Thema, sondern das Profil, das der Agentur die sicherste Marge einbringt. Es ist nicht neutrale Beratung, sondern provisionsgetriebene Verteilung. Als klassische Gatekeeper (Gen-Z-Slang für Akteure, die den Zugang zu einer Plattform oder einem Markt kontrollieren) filtern sie genau die jungen, unkonventionellen Stimmen heraus, die ein Event eigentlich braucht.
Aus meiner eigenen Praxis als Speakerin weiß ich, wie dieser Trichter funktioniert. Wenn ich für Keynotes und Vorträge angefragt werde, sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Agenturen pushen bevorzugt risikoarme, etablierte Profile, die seit Jahren dieselben Folien zeigen. Warum? Weil diese Namen bekannt sind und kein Risiko für den Vermittler darstellen. Das Problem dabei ist, dass junge Gen Z Speakerinnen, die die Realität unserer Generation abbilden, gar nicht erst in diesen Pools auftauchen. Es findet ein ständiges Recycling etablierter Namen statt, während die echten Innovationstreiber:innen unsichtbar bleiben. Auf meinem Blog analysiere ich diese Dynamik regelmäßig, denn sie blockiert den notwendigen Fortschritt in unseren Unternehmen.
Das größte Versäumnis dieses veralteten Systems ist jedoch das völlige Unverständnis für echtes Reverse Mentoring (Wissensfluss von Jung zu Alt). Anstatt eine echte Generationenbrücke zu bauen, behandeln Agenturen junge Frauen oft als reine Quotenerfüllung für das obligatorische Diversity-Panel. Doch das ist der falsche Ansatz. Wir wollen nicht als passive Repräsentantinnen auf der Bühne sitzen, um ein Alibi-Häkchen zu setzen. Wir wollen die Agenda aktiv mitgestalten. Durch mein Netzwerk FeMentor, die erste Reverse-Mentoring-Plattform für Frauen in Europa, weiß ich, wie stark der gegenseitige Wissenstransfer sein kann, wenn man Jung und Alt auf Augenhöhe zusammenbringt.
| Kriterium | Traditionelle Redneragentur | Direkte Generationenbrücke | |----|----|----| | Auswahl-Fokus | Recycling etablierter Namen und risikoarme Profile, die wenig Neues bieten | Fokus auf junge Gen Z Speakerinnen mit echter und aktueller Live-Expertise | | Finanzielle Dynamik | Provisionsgetriebene Verteilung mit intransparenten Margen von meist 15 bis 25 Prozent des Honorars | Direkte und transparente Absprachen ohne versteckte Agenturaufschläge | | Inhaltlicher Ansatz | Passives Diversity-Panel als Alibi-Lösung zur reinen optischen Repräsentation | Echter Brückenbau und gelebtes Reverse Mentoring für tiefen Wissenstransfer |
Wenn du also eine junge Female Speakerin auswählst, solltest du dich fragen, ob du den bequemen Weg über eine Agentur gehen willst, oder ob du aktiv nach neuen Wegen suchst. Der Schritt aus dem Agentur-Trichter erfordert Mut, belohnt dich aber mit einer Dynamik, die dein Publikum wirklich fesselt. Nicht die Alibi-Repräsentation bringt dein Event voran, sondern der echte, ungefilterte Austausch zwischen den Generationen.
Nicht Diversity-Panel, sondern Main-Stage: Der große Denkfehler
Wenn ich als Keynote-Speakerin für Konferenzen gebucht werde, erlebe ich noch immer das gleiche, frustrierende Muster: Wir Frauen werden auf ein Sofa gesetzt, um über Female Empowerment oder wie wir arbeiten wollen zu sprechen, während die Männer auf der Hauptbühne die harten Business-Zahlen, Tech-Lösungen und Startup-Exits verhandeln. Es ist der klassische Fehler vieler Event-Verantwortlichen im Jahr 2026: Sie buchen junge Speaker:innen als kosmetische Alibis für Diversity-Runden, anstatt ihnen die Main-Stage für echte Fachthemen anzuvertrauen. Das ist nicht nur frustrierend, sondern wirtschaftlich kurzsichtig. Nicht als Alibi-Sprecher:innen für Nischenthemen gehören wir auf die Bühne, sondern als Expertinnen für die Realität der nächsten Generation.
Die Zahlen hinter diesem Phänomen sind ernüchternd und zeigen, wie tief das strukturelle Problem sitzt. Laut einer globalen Untersuchung des Event-Tech-Anbieters Bizzabo liegt der Anteil weiblicher Speaker:innen auf deutschen Konferenzen im Durchschnitt bei gerade einmal 16 Prozent[3]. Schaut man sich reine Technologie- und Innovations-Events an, bricht die Quote sogar auf einen Tiefstwert von mageren 14 Prozent ein. Das ist ein Armutszeugnis für eine Industrie, die sich permanent mit Fortschritt und Disruption schmückt. Diese statistische Unsichtbarkeit ist kein Mangel an Talent, sondern das Ergebnis eines veralteten Buchungsprozesses, der junge Frauen konsequent im Fach-Segment übergeht und sie stattdessen in die Schublade der weichen Themen abschiebt.
Die Isolation auf dem Alibi-Sofa
Oft werden wir als Token-Speaker:innen (Gen-Z-Slang für Alibi-Besetzungen zur Demonstration von Diversität) auf ein Neben-Panel verbannt. Das Ergebnis: Die eigentlichen Business-Entscheidungen werden weiterhin in homogenen Runden getroffen, während das Frauenthema isoliert in einem Nebenraum verpufft. Für mich steht fest: Wahres Brückenbauen zwischen den Generationen gelingt nur, wenn wir diese Trennung aufheben. Mit meinem Service Keynotes und Vorträge zeige ich, dass es nie um passive Repräsentation gehen darf, sondern um konkrete Hebel für den Unternehmenserfolg. Auf meinem Blog schreibe ich regelmäßig darüber, wie wichtig gelebtes Female Empowerment und der Abbau von verstaubten Vorurteilen für eine zukunftsfähige Wirtschaft sind.
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ALIBI-REPRÄSENTATION: Junge Speaker:innen sprechen oft ausschließlich über Diversität, statt ihre fachliche Expertise zu Finanzen, Technologie oder Führung zu teilen.
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DER ENGE AGENTUR-FILTER: Klassische Speaker-Agenturen greifen oft auf denselben kleinen Kreis zurück, was den Zugang für neue, innovative Stimmen blockiert.
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DIE GENERATIONEN-TRENNUNG: Junge Speaker:innen werden oft nur für reine Jugendthemen gebucht, anstatt als strategische Partner:innen für die Generationenbrücke auf Augenhöhe einbezogen zu werden.
Wenn wir den Status quo aufbrechen wollen, müssen wir die Selektion von Grund auf verändern. Über mein Netzwerk FeMentor erleben wir täglich, dass junge Gründer:innen und Nachwuchskräfte über ein enormes Fachwissen in der Startup-Welt verfügen. Sie sind keine unnahbaren Gestalten, sondern Brückenbauer:innen, die theoretische Konzepte in pragmatische Praxis umsetzen. Event-Verantwortliche, die eine Konferenz planen, die wirklich im Gedächtnis bleibt, dürfen nicht länger im üblichen Agentur-Trichter verharren. Sie müssen anfangen, Speaker:innen nach ihrer inhaltlichen Tiefe auszuwählen und ihnen die große Bühne zuzutrauen. Denn am Ende profitiert das gesamte Publikum von Vorträgen, die den Generationenkonflikt überwinden.
Sourcing-Hacking: Wo man 2026 echte Vorbilder findet
Wer als Event-Verantwortliche:r im Jahr 2026 das eigene Programm plant, steht vor einer zentralen Herausforderung: Die klassischen, starren Agentur-Trichter liefern oft nur dieselben, bereits überbuchten Gesichter. Für ein Programm, das wirklich bewegt, braucht es jedoch frische Perspektiven. Nicht die etablierte Kartei einer traditionellen Agentur ist eure Goldmine, sondern das aktive Sourcing-Hacking (eine Methode, um die intransparenten Algorithmen von Plattformen und Agenturen gezielt zu umgehen, um unentdeckte Talente direkt zu finden). Ich erlebe in meiner täglichen Arbeit immer wieder, wie fruchtbar dieser unkonventionelle Weg ist, um eine echte Generationenbrücke zu bauen. Wenn wir von der Gen Z nach echten Vorbildern suchen, dann schauen wir nicht in Hochglanz-Broschüren, sondern dorthin, wo echter, ungefilterter B2B-Content entsteht.
Die LinkedIn-Suche als strategisches Werkzeug
Die gezielte Suche auf LinkedIn bildet das Fundament für erfolgreiches Sourcing-Hacking. Dabei geht es nicht darum, oberflächliche Profile zu scannen, sondern tiefer zu graben. Ein hervorragender Indikator für eine exzellente Speakerin ist eine aktive Präsenz in der Corporate Influencer & Social-Media-Beratung, da diese Frauen bereits wissen, wie man komplexe Themen zielgruppengerecht aufbereitet. Event-Planer:innen nutzen zunehmend fortgeschrittene Suchoperatoren und analysieren die Interaktionen der Profile, um die tatsächliche Relevanz und das Engagement der potenziellen Speakerinnen zu prüfen[4]. Ich empfehle, gezielt nach Beiträgen zu suchen, in denen junge Expert:innen über ihre realen Herausforderungen und über das sprechen, wie wir arbeiten wollen. Das liefert euch authentische Stimmen, die auf der Bühne einen echten Unterschied machen, statt nur vorbereitete Standard-Sätze zu wiederholen.
Drei unkonventionelle Hebel für euer Sourcing-Hacking
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Reverse-Searching über Netzwerke: Nutzt spezialisierte Plattformen wie das Frauennetzwerk FeMentor, das als erste europäische Reverse-Mentoring-Plattform eine direkte Verbindung zwischen den Generationen herstellt. Hier findet ihr Frauen, die bereits in der Praxis Führungs- und Beratungserfahrung gesammelt haben.
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Corporate Influencer Profile analysieren: Sucht nach Frauen, die in ihren Unternehmen als offizielle Marken-Stimmen agieren. Wer wöchentlich auf LinkedIn überzeugt, meistert auch die Keynotes und Vorträge vor Hunderten von Gästen spielend leicht.
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Die Micro-Inbound-Methode: Postet eure konkreten Themenstellungen auf LinkedIn und bittet eure Community um Empfehlungen für junge Expertinnen abseits der bekannten Namen. Oft melden sich genau die verborgenen Talente, die in Agentur-Datenbanken fehlen.
Am Ende entscheidet nicht das größte Budget über die Qualität eures Line-ups, sondern eure strategische Methodik beim Sourcing. Indem ihr traditionelle Vermittlungs-Muster aufbrecht und auf echte Interaktion setzt, schafft ihr ein Programm, das eure Teilnehmer:innen nachhaltig begeistert. In unserem Blog teilen wir regelmäßig tiefe Einblicke darüber, wie sich die B2B-Eventwelt verändert und wie eine moderne Generationenbrücke auf der Bühne praktisch gelebt werden kann. Nutzt diese Hebel, um eure nächste Veranstaltung zu einem echten Highlight zu machen, bei dem nicht nur geredet, sondern echter Wandel angestoßen wird.
Auswahl-Kriterien: Nicht Social-Media-Slang, sondern Generationenbrücke
Wer eine junge Speakerin sucht, lässt sich heute viel zu leicht von der schieren Reichweite blenden. Doch Follower-Zahlen sind ein Scheinargument. Nicht die Anzahl der Klicks entscheidet über den Erfolg eines Vortrags, sondern die Fähigkeit, echte Brücken zwischen den Erfahrungswelten der Generationen zu schlagen. Auf deutschen Tech-Events sind Frauen mit einem Anteil von durchschnittlich 29 Prozent nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Wenn Veranstalter:innen diese Lücke nun im Jahr 2026 rein über digitale Selbstdarsteller:innen füllen wollen, greifen sie zu kurz. Für professionelle Events brauchen wir inhaltliche Tiefe, die über ein paar trendige Gen-Z-Begriffe hinausgeht.
Drei Säulen für echte inhaltliche Relevanz auf der Bühne
Um das volle Potenzial junger Stimmen zu nutzen, müssen wir weg von der Alibi-Diversität und hin zu messbaren Qualitäten. Wenn ich im Rahmen meiner Arbeit im Bereich Keynotes und Vorträge auf Kongressen spreche, bemerke ich oft die Verunsicherung der Programm-Verantwortlichen. Sie suchen den direkten Draht zur jüngeren Generation, wollen aber kein Risiko eingehen. Ein verlässlicher Qualitätsfilter basiert auf drei zentralen Säulen, die zeigen, ob eine Speakerin das Handwerk des Brückenbauens wirklich beherrscht.
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Analytische Generationenbrücke: Die Gabe, die oft missverstandenen Ansichten der Gen Z über New Work und wie wir arbeiten wollen verständlich und ohne Vorwürfe für ältere Führungskräfte aufzubereiten.
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Echte Praxiserfahrung: Fundierte Kenntnisse aus der Realität der Gründerszene, die sich nicht in PowerPoint-Folien erschöpfen. Das zeigt sich zum Beispiel in meinem Buch: (Ge)Gründet – Start-Up-Szene uncovered oder beim Aufbau des Frauennetzwerks FeMentor, das als erste Reverse-Mentoring-Plattform in Europa neue Wege geht.
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Bühnen-Track-Record: Die nachweisbare Professionalität, ein gemischtes B2B-Publikum auch bei kritischen Fragen souverän mitzunehmen und echte Impulse statt Phrasen zu liefern.
Echte Brückenbauerinnen bringen frischen Wind in die Debatte, ohne alte Gräben aufzureißen. Nicht das bloße Vorlesen von Folien verändert die Denkweise in den Chefetagen, sondern der authentische Dialog auf Augenhöhe. Auf meinem Blog analysiere ich regelmäßig diese Dynamiken und zeige, wie Unternehmen und die junge Generation voneinander lernen können, statt aneinander vorbeizureden. Am Ende gilt: Nicht Alibi-Diversität bringt euer Event weiter, sondern echte inhaltliche Relevanz.
Booking-Fails: Welche Fehler im Erstkontakt die Zusage kosten
Als vielgebuchte Speakerin erhalte ich über meine Website wöchentlich unzählige Anfragen für Keynotes und Vorträge. Doch das Bild, das sich in den Postfächern junger Frauen abzeichnet, ist oft ernüchternd. Obwohl alle über Diversity und Repräsentation sprechen, sind weltweit immer noch weniger als 30 Prozent der bezahlten Keynote-Speaker:innen weiblich[5]. Der Grund liegt selten an mangelnder Expertise, sondern an strukturellen Fehlern im Erstkontakt. Viele Veranstalter:innen stolpern über veraltete Denkmuster, die talentierte Frauen sofort abschrecken.
Der größte Booking-Fail ist die naive Erwartung, dass junge Frauen umsonst auftreten, um angebliche Sichtbarkeit zu generieren. Wir in der Gen Z nennen das spöttisch Exposure (Gen-Z-Slang für unbezahlte Sichtbarkeit, die im Supermarkt leider keine Rechnungen bezahlt). Es ist das klassische Ausnutzen junger Stimmen unter dem Deckmantel der Nachwuchsförderung. Hier greift ein zentraler Denkfehler: Nicht ein Mangel an Talent verhindert diverse Bühnen, sondern das veraltete Mindset, junge Expert:innen mit kostenloser Sichtbarkeit abzuspeisen. Wer hochkarätigen Content und Professionalität will, muss auch bereit sein, diesen Wert finanziell anzuerkennen.
Paternalismus und fehlender professioneller Rahmen
Ein weiterer wunder Punkt im Pitching ist ein paternalistischer Ton in den Vorgesprächen. Oft schwingt bei älteren Event-Planer:innen eine unterschwellige Belehrung mit. Sie wollen uns vorschreiben, wie wir unsere Themen zu präsentieren haben, oder versuchen, uns in eine passive Repräsentationsrolle zu drängen. Das zeugt von mangelndem Verständnis für den professionellen Rahmen, den echte Keynotes und Vorträge benötigen. Wir sind keine netten Dekorationen für ein Alibi-Diversity-Panel, sondern bringen tiefgehendes Fachwissen mit. Für ein erfolgreiches Event braucht es eine echte Generationenbrücke, die auf gegenseitigem Respekt und echtem Austausch auf Augenhöhe basiert.
| So scheitert die Anfrage (Booking-Fail) | So funktioniert Augenhöhe (Best Practice) | |----|----| | Anfrage für einen Gratis-Auftritt im Tausch gegen Exposure | Professionelles Angebot für Keynotes und Vorträge mit klarem Budget | | Paternalistischer Ton mit starren Vorgaben für den Inhalt | Kollaboratives Briefing zur Abstimmung auf das Publikum | | Kurzfristige Anfrage ohne Angaben zu Technik und Rahmen | Transparente Bereitstellung aller Event-Fakten ab dem Erstkontakt |
Professionalität im Buchungsprozess ist die halbe Miete für ein unvergessliches Event. Wenn ich durch mein Netzwerk FeMentor junge Gründerinnen und Karrierefrauen auf ihrem Weg begleite, betone ich immer, wie wichtig die klare Abgrenzung gegen unprofessionelle Anfragen ist. Wer erstklassige Impulse und authentische Perspektiven sucht, findet in meinem Blog wertvolle Ressourcen für eine gelungene Zusammenarbeit. Am Ende des Tages bauen wir nur dann eine tragfähige Generationenbrücke, wenn wir aufhören, junge Frauen als reine Alibi-Besetzung zu sehen, und sie stattdessen als die geschäftlichen Partner:innen behandeln, die sie tatsächlich sind.
Interaktives Event-Design: Wie man die Gen Z im Publikum aktiviert
Die beste Speakerin verpufft, wenn das Format veraltet ist. In meinen Jahren auf den großen Bühnen habe ich eines immer wieder erlebt: Veranstalter:innen buchen eine junge Stimme, sperren sie dann aber in ein steifes Korsett aus Frontalvortrag und vorgefertigten Fragen. Das funktioniert 2026 nicht mehr. Wenn wir als Gen Z im Publikum sitzen, wollen wir keine passiven Konsument:innen sein. Wir erwarten Interaktion auf Augenhöhe. Der Flip lautet: Es geht nicht um passive Repräsentation auf der Bühne, sondern um einen strukturellen Marktvorteil durch aktive Beteiligung. Aktuelle Studien zeigen, dass herkömmliche Veranstaltungsformate die jüngeren Generationen zunehmend verlieren, weil sie deren Bedürfnissen nicht entsprechen[6].
Frontalmonologe sind für uns schlicht out. Wir sind mit einer ständigen Flut an digitalem Input aufgewachsen und filtern irrelevante Inhalte in Sekundenschnelle heraus. Um uns wirklich zu fesseln, müssen Events fünf zentrale Erwartungen erfüllen, die unser Verständnis von modernen Live-Erlebnissen prägen.
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Mitgestaltung (Co-creation): Wir wollen nicht nur zuhören, sondern den Verlauf aktiv beeinflussen, sei es durch Live-Abstimmungen oder spontane Frage-Runden.
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Authentizität: Wir spüren sofort, ob jemand eine perfekt einstudierte PR-Show abzieht oder echte, persönliche Erfahrungen teilt.
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Inklusion: Eine diverse Repräsentation auf der Bühne und eine barrierefreie Ansprache sind für uns keine Zusatzoptionen, sondern die absolute Grundlage.
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Digital: Das Event endet nicht an der Hallentür. Die nahtlose Verknüpfung mit digitalen Kanälen und Social-Media-Interaktionen ist für uns selbstverständlich.
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Nachhaltigkeit: Wir achten darauf, ob ein Event ernsthafte ökologische Verantwortung übernimmt oder nur Alibi-Maßnahmen vorschiebt.
Die Macht einer dynamischen Event-Moderation
Um diese Erwartungen in der Praxis umzusetzen, braucht es eine professionelle Event-Moderation, die den Raum liest und das Publikum aktiv einbindet. Als Brückenbauerin zwischen den Generationen setze ich genau hier an: Es geht darum, eine echte Generationenbrücke zu schlagen und die starren Grenzen zwischen Bühne und Saal aufzubrechen. In meinen eigenen Blogbeiträgen analysiere ich regelmäßig, wie sich diese Dynamiken im B2B-Umfeld verändern und warum klassische Hierarchien bei Events ausgedient haben. Eine gelungene Moderation schafft den Spagat zwischen professioneller Struktur und spontaner, authentischer Interaktion.
Darüber hinaus haben solche interaktiven Formate einen unschätzbaren Vorbildcharakter für das Recruiting junger Talente. Wenn junge Bewerber:innen sehen, dass ein Unternehmen auf seinen Events echte Teilhabe zulässt und junge weibliche Perspektiven auf Augenhöhe einbindet, stärkt das die Arbeitgebermarke massiv. Unsere Keynotes und Vorträge sind daher nie bloße Berieselung, sondern immer ein aktives Werkzeug, um die Kluft zwischen den Generationen zu überwinden und das Prinzip von Reverse Mentoring, wie wir es täglich bei FeMentor leben, greifbar zu machen.
Häufig gestellte Fragen
Warum sollte ich junge Female Speakerinnen nicht über klassische Agenturen buchen?
Klassische Agenturen arbeiten oft provisionsgetrieben und setzen auf etablierte Profile. Dadurch fallen junge, unbequeme Gen-Z-Stimmen oft durchs Raster. Der direkte Kontakt oder Plattformen wie FeMentor führen zu authentischeren Ergebnissen und einer direkten Kommunikation auf Augenhöhe.
Welche Fehler machen Events bei der Buchung von Gen-Z-Frauen?
Der größte Fehler ist das 'Diversity-Alibi', bei dem junge Frauen nur zu Themen wie Jugend befragt werden, statt zu ihrer Fachkompetenz. Zudem kosten naive Briefings und das Erwarten von Gratis-Vorträgen für reine 'Sichtbarkeit' oft die finale Zusage.
Wie hoch ist der durchschnittliche Anteil von Speakerinnen auf Events?
Historische Studien wie von Bizzabo zeigen weltweit rund 33 Prozent Speakerinnen, auf deutschen Konferenzen waren es teilweise nur erschreckende 16 Prozent. Auf Tech-Events lag der Wert vereinzelt bei nur 14 Prozent. Echte Parität erfordert aktives Sourcing.
Was zeichnet eine wirklich gute Keynote der Generation Z aus?
Nicht flacher Social-Media-Slang, sondern die Brücke zwischen den Generationen. Eine exzellente Gen-Z-Speakerin entlarvt Stereotypen mit harten Marktdaten, bietet strukturelle Einordnungen und nutzt die Rhetorik des Reverse Mentorings, ohne polarisierend zu wirken.
Wo finde ich unentdeckte junge Speakerinnen für mein Event?
Statt einer klassischen Google-Suche empfehlen sich kuratierte Netzwerke wie FeMentor oder Speakerinnen.org sowie die gezielte LinkedIn-Suche nach Fachbegriffen. Auch junge Autorinnen von fundierter Fachliteratur sind exzellente Kandidatinnen für tiefgehende Vorträge.
Welche Formate eignen sich für Gen-Z-Speakerinnen am besten?
Neben klassischen Keynotes funktioniert interaktive Moderation hervorragend. Die Gen Z fordert Mitgestaltung und Authentizität - diese zentralen 5 Erwartungen (inklusive Inklusion und Digital-First) sollten zwingend in das moderne Event-Design integriert werden.
Quellen
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[2] markusczerner.de
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[4] samaaro.com
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[5] instagram.com


